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Bazon Brock

Sendung Essay und Diskurs im Deutschlandfunk 2026-05-31

Bazon Brock, Interview 2025-11-12

perplexity fasst den Essay wie folgt zusammen:

Der Text kritisiert drei historische Fehlübersetzungen: „auserwählt“ statt „ausgewählt“, „Volk“ statt „Bürger“ und „Krieg“ statt „Streit“.

Daraus leitet er die These ab, dass Demokratie nicht Volksherrschaft, sondern Bürgerherrschaft im Sinn des Gemeinwohls ist.

Der eigentliche Grundkonflikt der Neuzeit sei nicht Rassen-, Klassen- oder Kulturkampf, sondern die Konkurrenz zwischen Staatsbürger und Staatsvolk bzw. zwischen Rechtsstaat und Bandenmacht.

Staatliche und kriminelle Macht unterschieden sich nicht durch die Menschen, sondern durch legales oder illegales Handeln.

Der Text betont mit Augustin und Shakespeare, dass dieselben Menschen auf beiden Seiten stehen können; entscheidend ist das Verhalten, nicht die Herkunft.

Politische Extreme werden als Formen von Radikalität beschrieben, die nicht aus Programmen, sondern aus Programmlosigkeit und Allmachtsanspruch entstehen.

Als Gegenmodell nennt der Text „checks and balances“: Macht muss begrenzt bleiben und Konkurrenz zulassen, sonst zerstört sie sich selbst.

Nationalsozialismus erscheint hier als Radikalisierung bürgerlicher Denkformen und als selbstzerstörerisches System, das Konkurrenz ausschaltete.

Kunst und Avantgarde werden als Kräfte dargestellt, die Gegensätze sichtbar machen und starre Ideologien aufbrechen können.

Am Ende steht die These: Macht bleibt nur stabil, wenn sie ihren Gegenpol nicht vernichtet; absolute Macht führt zum Zusammenbruch.

perplexity zum Autor:

Bazon Brock ist ein deutscher Kunsttheoretiker, Philosoph und Kunstvermittler, der sich selbst als „Denker im Dienst“ und „Künstler ohne Werk“ beschreibt.

Eigentlich heißt er Jürgen Johannes Hermann Brock und wurde 1936 in Stolp in Pommern geboren, heute in Polen.

Er studierte unter anderem Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte und war Schüler von Theodor W. Adorno.

Bekannt wurde er als streitbarer Performance-Philosoph und Kunstvermittler mit sehr eigenen Vorträgen und Aktionen.

Er entwickelte die Methode des „Action-Teaching“, bei der Denken als öffentliche Inszenierung sichtbar wird.

Besonders wichtig war seine Arbeit an den documenta-Besucherschulen in Kassel, die er viele Jahre leitete.

Er hatte Professuren für Ästhetik und Kulturvermittlung, unter anderem in Hamburg, Wien und Wuppertal.

2011 gründete er in Berlin die „Denkerei“, ein Projekt für theoretische Kunst und „Arbeit an unlösbaren Problemen“.

Brock gilt als provozierender, sehr wortstarker Intellektueller, der Kunst, Gesellschaft und Politik gern miteinander verknüpft.

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